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    <title>feingetextet. wollig und grün.</title>
    <link>https://www.feingetextet.com</link>
    <description>Interessantes und Amüsantes, Technik und Geplauder rund um Wolle und Stricken</description>
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      <title>feingetextet. wollig und grün.</title>
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    <item>
      <title>Frühling in Sicht – Dahlien-Eskalation</title>
      <link>https://www.feingetextet.com/2021/03/08/fruhling-in-sicht-dahlien-eskalation</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    Drei Dahlien-Knollen hatte ich im letzten Sommer im örtlichen Gartencenter gekauft. Zwei davon ins Beet gepflanzt und eine (und ein paar Miniknollenreste der beiden ersten) in einen großen Kübel gepackt. Die Dahlien im Beet wurden zu oft von den Schnecken abgemäht, um eine faire Chance zu haben – aber die im Kübel wurden rührend schön. Ganz klar, für den nächsten Sommer wollte ich 
    
  
  
                    &#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
    
    
      viele
    
  
  
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
    
                    
  
  
     Dahlien, zumal mich die wunderbaren Fotos von 
    
  
  
                    &#xD;
    &lt;a href="https://joradahl.de"&gt;&#xD;
      
                      
    
    
      Jora Dahl
    
  
  
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
  
  
     auf den Geschmack gebracht hatten.
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;h1&gt;&#xD;
  
                  
  Dahlien –  ein neuer Hype?

                &#xD;
&lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    Vielleicht hätte ich meine bunten Blütenträume den Winter über gar nicht weiter verfolgt, wäre ich nicht auf Erin Benzakeins Buchankündigung 
    
  
  
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.floretflowers.com/discovering-dahlias/"&gt;&#xD;
      
                      
    
    
      „Discovering Dahlias“
    
  
  
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
  
  
     gestoßen. Den Fotos auf Instagram und ihrer Website konnte ich nicht widerstehen. Schon ihr erstes Buch „Cut Flower Garden“ fand ich total hilfreich und vor allem wunderschön aufgemacht. Sehr empfehlenswert, und es gibt auch eine deutsche Ausgabe.
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    Aber gut, das Dahlien-Buch. Für Vorbesteller (ich musste es haben!) gab es als Bonus diverse Videos über Erins Dahlien, Anbau- und „Ernte“-Tipps. Herrlich anzuschauen an grauen Wintertagen! Und ich holte Notizbuch und Bleistift raus. Meine Wunschliste wurde lang und länger. Dann der Dämpfer: Jora Dahl kündigte an, in diesem Jahr keine Dahlien anzubieten.
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    Ich erinnerte mich schnell an 
    
  
  
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.fluwel.de"&gt;&#xD;
      
                      
    
    
      Fluwel
    
  
  
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
  
  
    , einen großen niederländischen Blumenzwiebelhändler, bei dem ich schon mehrfach Narzissen, Tulpen und co. bestellt hatte. Prima, sie hatten schon frühzeitig alle Sorten online, wenn auch noch nicht bestellbar. Mein Wunschzettel änderte sich, wuchs, schrumpfte, wurde umgeschrieben, bis es endlich so weit war und der Dahlien-Shop freigeschaltet wurde. Zunächst war ich genervt, dass ausgerechnet die zauberhafte Café au Lait schon ausverkauft war, als ich morgens um kurz vor sieben (!), ein paar Stunden nach Shop-Öffnung bestellen wollte. Ach, und wo war überhaupt plötzlich mein Einkaufszettel? Am Sonntagmorgen im Bett Dahlien zu bestellen nimmt einem – oder nahm mir – leider einen Teil meiner Vernunft. Es wurden 25 Sorten, jeweils zu 3 Knollen.
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;h2&gt;&#xD;
  
                  
  Dahlien brauchen Platz

                &#xD;
&lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    Wenig später kamen mir erste Zweifel, ob ich es mit meiner Bestellung nicht ein wenig übertrieben hatte. Als meine Lieferung kam, waren die Zweifel ausgeräumt. Es war zu viel! 75 Knollen. Plus drei vom letzten Jahr. Man soll Knollen etwa einen halben Meter auseinanderpflanzen. Die großen Sorten brauchen eher einen ganzen Meter Platz für sich. Der Eheliebste rechnete mir grinsend vor, dass ich damit z. B. gut 40 Meter Zaun begrünen könnte. Schließlich brauchen Dahlien ja auch eine Stütze. Oh nein. Also erste Folgekauf: 50 Tonkinstäbe. Ein Sack Hornspäne. Zum Glück ist der Garten sehr groß und ich muss nur ein bisschen Spott ertragen. „Sag mir, wo Du Dein Dahlienfeld anlegen willst, ich steche Dir dann gern den Rasen ab!“
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    Sehr zügig kamen auch die Dahlienknollen. Ein Riesenpaket. Nach erstem Schreck bin ich mittlerweile aber ganz und gar verzückt. Von weiß über gelb, einem Hauch orange, zartem rosé und kräftigen pink ist bis zu dunklem violett alles dabei. Es wird ein richtiges Regenbogenbeet. Ganz wie bei 
    
  
  
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.floretflowers.com/discovering-dahlias-is-here/"&gt;&#xD;
      
                      
    
    
      „Floret Flower“
    
  
  
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
  
  
     Erin Benzakein!
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    Um der Kritik zu entgehen, Dahlien seien nicht insektenfreundlich mit ihren üppig gefüllten Blüten, habe ich extra auch diverse ungefüllte Varianten geordert. Und was gut für Biene und co. ist, das tut auch dem Erscheinungsbild gut! Die einfachen Blüten lockern auf und setzen hoffentlich einen hübschen Kontrast zu den „Riesenköpfen“, mit denen viele der Dahlien daherkommen.
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
  Dahlienknollen setzen

                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    Zum Glück ist es ja noch früh im Jahr, und ich habe noch ausreichend Zeit, mein Feld abzustechen (abstechen zu lassen)… Zeit also, um sich grundlegende Gedanken darüber zu machen, wie die Dahlie eigentlich behandelt werden möchte, um im Spätsommer zu ihrem fulminanten Blütenrausch anzusetzen.
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;h4&gt;&#xD;
  
                  
  Bitte keinen Frost für die Dahlien

                &#xD;
&lt;/h4&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    Zunächst einmal mögen Dahlien es nicht kalt. Sie sind extrem frostempfindlich und sollten deshalb nicht allzu früh in den Gartenboden kommen. Idealerweise hat der sich zum Zeitpunkt des Pflanzens auf gut 15 Grad erwärmt. Viel früher als zu den Eisheiligen Mitte Mai sollte man die Dahlien nicht ungeschützt in die Erde bringen. Wenn man sie früher pflanzt, sollte man den Wetterbericht im Auge haben und die jungen Pflänzchen mit ihrem zarten grün z. B. mit Laub abdecken, sollten Nachtfröste drohen.
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    Je später die Knollen gelegt werden, desto später beginnt natürlich zwangsläufig die Blüte. Deshalb kann man der Natur ein wenig auf die Sprünge helfen, indem man die Dahlienknollen in Töpfen vorzieht. Damit kann man Mitte, Ende März beginnen – es hängt ein bisschen davon ab, ob man den jungen Pflanzen einen hellen, nicht übermäßig warmen Platz bieten kann, bis sie richtig nach draußen dürfen.
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;h4&gt;&#xD;
  
                  
  Ein Platz an der Sonne

                &#xD;
&lt;/h4&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    Der richtige Platz im Garten ist in jedem Fall ein sonniger. Der Boden sollte durchlässig sein und nicht zu stauender Nässe neigen – die Knollen könnten sonst anfangen zu faulen. Das Pflanzloch sollte rund 10 – 15 cm tief sein, je nach Größe der Knolle. Die wird dann mit dem Stielansatz des Vorjahres nach oben in das Loch gesetzt. Wer mag, gibt eine kleine Handvoll Hornspäne mit dazu. Dahlien sind hungrig! Ein paar Zentimeter Erde sollten die Dahlienknolle bedecken. Am besten steckt man auch genau jetzt schon den Pflanzstab in die Erde, den insbesondere die großen Dahlienexemplare benötigen, um nicht im Wind umzuknicken. Je größer die Dahlien werden, desto mehr Abstand benötigen sie auch zueinander. Ein halber Meter sollte als Faustregel funktionieren, vor allem, wenn man die Sorten bunt mischt. Die Riesen unter den Dahlien freuen sich aber auch über einen ganzen Meter Abstand zum Nebenmann.
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    Sind die Knollen in der Erde war es dann eigentlich auch schon – eine erste Portion Wasser bekommen die Dahlien erst, wenn das Grün aus der Erde sprießt! Und dann lieber 2 oder 3 Mal die Woche richtig kräftig gießen als jeden Tag ein bisschen.
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;h4&gt;&#xD;
  
                  
  Nicht zimperlich sein! Kopfschnitt für die Dahlien

                &#xD;
&lt;/h4&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    Wenn die Dahlien drei bis vier Blattpaare entwickelt haben, ist es Zeit, sie zu pinzieren, also die Triebspitze abzuschneiden oder auszuknipsen. Das regt die Pflanze an, Seitentriebe zu entwickeln. Die Dahlie wird buschiger und kräftiger. Und nicht zu zimperlich sein – ein Drittel kann ruhig weggenommen werden.
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
    
    
      Und wie geht es weiter mit den Dahlien? Ich werde in den nächsten Wochen berichten, wie es mit meiner kleinen Lieferung weitergegangen ist und dann auch weitere Tipps geben, wie die Dahlien besonders kräftig werden. 
    
  
  
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 08 Mar 2021 08:36:00 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Du strickst?!</title>
      <link>https://www.feingetextet.com/2021/01/05/example-post-3</link>
      <description>Wie bin ich zum Stricken gekommen? Und worum wird in diesem Blog eigentlich gehen? Viel Spaß und herzlich willkommen!</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    Während ich hin und her überlege, womit ich meinen ersten Post hier beginnen könnte, schaue ich auf mein Strickzeug und überlege, stattdessen vielleicht ein paar Runden zu stricken. Schließlich wartet ein Ärmel darauf, endlich fertig zu werden.
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
    
    
      Prokrastination!
    
  
  
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    Aber nein, halt. Hier soll es immerhin zu einem Großteil ums Stricken gehen!
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
    
    
      „Du strickst? Nicht Dein Ernst!“
    
  
  
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
    
                    
  
  
     starrte mich irgendwann meinen Friseurin an, als ich auf die angebotenen Klatschblätter verzichtete und stattdessen mein Strickzeug aus der Tasche holte. 
    
  
  
                    &#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
    
    
      „Hat meine Oma früher auch.“
    
  
  
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    Irgendwie ist das eine mir sehr vertraute Reaktion. In meinem näheren Umfeld bin ich ein Unikum mit meiner ständigen Strickerei. Ich kenne hier niemanden, der regelmäßig und gewohnheitsmäßig strickt. Keiner teilt meinen Frust darüber, dass das Handarbeitsgeschäft in unserer kleinen Stadt außer Topflappengarn, grauer Sockenwolle und 500-Gramm-Riesenknäueln in 100 % Polyacryl nichts im Angebot hat.
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    Wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass ich mittlerweile ohne Strickzeug ganz unvollständig fühle?
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    Meine erste Erinnerung ans Stricken ist mit Tante Meta verknüpft, die oft bei meiner Oma zu Besuch war und die in meiner Erinnerung 
    
  
  
                    &#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
    
    
      immer
    
  
  
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
    
                    
  
  
     gestrickt hat. Socken. Ich war mit meinen vier, fünf Jahren total fasziniert von den glänzenden Spitzen ihres metallenen Nadelspiels. Meta hatte offenbar soviel gestrickt, dass die matten Nadeln an den Spitzen ganz blank geworden waren. Später, als ich mit acht oder neun Jahren stricken lernte, war ich ziemlich enttäuscht, dass die matten Prym-Nadeln ihre Beschichtung behielten. Trotz größter Bemühungen meinerseits, ihnen den Tante-Meta-Vielstricker-Look zu verleihen. Entweder hatten damals schon sehr, sehr viele Socken Metas Nadeln verlassen oder aber es war eine Frage der Qualität. Oder eine Kombination aus beidem.
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    An erste fertige Strickstücke kann ich mich nicht erinnern. Vermutlich waren es Puppenschals oder Wolldecken für meine Barbie-Puppen. Als wir in der Schule, es war schon am Gymnasium, im Handarbeitsunterricht offiziell stricken lernten, war ich zumindest schon recht fit. Ich gehörte zu denen, die nach dem obligatorischen Musterlappen ein paar Socken stricken „durften“. Gibt es heute eigentlich noch Handarbeitsunterricht in der Schule? Gehört Sockenstricken noch zum Lehrplan?
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    Nach den Schulsocken ging es dann richtig los! Damals, in den frühen 80er Jahren, erlebte das Stricken einen kräftigen Boom und auch meine Mutter und ich waren mit dabei. Ich erinnere mich noch gut an die dunkelblauen „Dolly“-Pullover, die wir beide uns strickten. Wir nannten sie nach dem gleichnamigen Garn von Schachenmayr, einer dicken, fluffigen Acryl-Mohair-Mischung. Ich war richtig auf den Geschmack gekommen und fand in den Anleitungsteilen der einschlägigen Frauenzeitschriften immer mal wieder einen Pullover, den ich unbedingt nachstricken wollte. Ich hatte das große Glück, dass meine Mutter meine Stricklust absolut unterstützenswert fand und mir auch die Originalwolle kaufte.
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    Ein geringelter Mohair-Pullover ist mir noch gut in Erinnerung – die Anleitung war in der Brigitte, und wir fuhren in eine 25 km entfernte Stadt, um dort das Garn – Nuvoletta von Filatura di Crosa zu kaufen. Mohair mit Polyacryl. Der Pullover wurde toll, ich liebte ihn! Ich weiß leider nicht, was aus ihm geworden ist, aber es existieren noch immer die Reste des bunten Garns! Vor ein paar Jahren konnte ich über den Brigitte-Leserdienst sogar die alte Anleitung bekommen. Eines Tages gibt es also vielleicht einen Nachfolger.
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    Irgendwann ebbte der Spaß an der Strickerei ab. Ich nähte mehr. Und dann ging das Kreative für eine lange Zeit ziemlich und ganz unter. Nur gelegentlich setzte ich mich ein wenig an die Nähmaschine.  Es war wohl so um 2008 herum, als ich die fantastische Näh-Bloggerwelt für mich entdeckte. Soviel tolle Inspirationen, ich war begeistert! Als 2009 unser Sohn kam, machte ich die Elternzeit zur Nähzeit und neben einer neuen Nähmaschine gönnte ich mir auch bald eine Stickmaschine. Mit größer werdendem Kind wurde es aber zusehends schwieriger, im Nähzimmer zu verschwinden.
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    Vermutlich durch irgendeinen Näh-Blog gelangte ich plötzlich zu irgendwelchen Online-Strickerinnen. Und stieß im weiteren Verlauf auf den Online-Shop Lanade, der damals das komplette Drops-Sortiment vertrieb. Günstige Garne in schönen Farben – vom limitierten Garn (zieht bei mir leider oft!) „Drops Loves You 2″bestellte ich erst eine Farbe, dann gleich noch mehrere hinterher. Und erst dann machte ich mich auf die Suche nach einer Anleitung. Und ich glaube, das war unbemerkt der Anfang dieser Geschichte. Im Internet entdeckte ich Ravelry. Das war in 2011, vor genau zehn Jahren.
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
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                    Mittlerweile beschäftige ich mich auch beruflich mit Wolle, Garnen und Stricken. Ich arbeite als Texterin, außerdem übersetze ich Strickmuster und übernehme z.T. auch das technische Lektorat („Tech Editing“) von Strickanleitungen.
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                    In diesem Blog möchte ich gern ein bisschen aus dem Projektbeutel plaudern. Ein bisschen Stricktechnik, ein bisschen Wolle. Vielleicht über Designerinnen und Färberinnen? Falls die globale Lage es irgendwann wieder zulässt, über Strick-Events und Garnfestivals. Designs und Inspirationen. Mal sehen, wohin die Reise führt!
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      <pubDate>Tue, 05 Jan 2021 08:32:00 GMT</pubDate>
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